In den Pfarrkirchen Hl. Dreifaltigkeit, St. Nikolaus und St. Katharina sowie der Hauskapelle Steinweg ist keine Voranmeldung für reguläre Werk- und Sonntagsgottesdienste nötig. Wir bitten Sie um Verständnis, dass kein Einlass mehr gewährt werden kann, wenn alle gekennzeichneten Plätze belegt sind. In der Pfarrkirche St. Andreas ist die Teilnahme am Gottesdienst nur auf Voranmeldung möglich. Um den Aufwand gering zu halten, ist die Online-Anmeldung über unser Ticketsystem zu bevorzugen. Für alle Gottesdienste und Veranstaltungen gelten die aktuellen Hygiene- und  Abstandsvorgaben im Rahmen der entsprechenden Covid 19 Verordnungen. Auf Grund der aktuellen Situation ist eine kurzfristige Anpassung der Regeln für den Gottesdienstbesuch ohne vorherige Ankündigung möglich. Informieren Sie sich daher auf unserer Website kurz vor Ihrem Besuch über die aktuellen Regeln. Bitte beachten Sie, dass ab sofort das Tragen einer FFP2-Maske für alle Gottesdienstteilnehmer, auch am Platz, verpflichtend ist.
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  • 20210427 HLD KDFB Thesen Maria 2.0

Thesen Maria 2.0

Hl. Dreifaltigkeit | Frauenbund KDFB

1. In unserer Kirche haben alle Menschen Zugang zu allen Ämtern.

Denn Menschenrechte und Grundgesetz garantieren allen Menschen gleiche Rechte – nur die katholische Kirche ignoriert das. Mannsein begründet heute Sonderrechte in der Kirche.

2. In unserer Kirche haben alle teil am Sendungsauftrag; Macht wird geteilt.

Denn der Klerikalismus ist heute eines der Grundprobleme der katholischen Kirche und fördert den Machtmissbrauch mit all seinen menschenunwürdigen Facetten.

3. In unserer Kirche werden Taten sexualisierter Gewalt um-fassend aufgeklärt und Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen. Ursachen werden konsequent bekämpft.

Denn viel zu lange schon ist die katholische Kirche ein Tatort sexueller Gewalt. Kirchliche Machthaber halten immer noch Informationen zu solchen Gewaltverbrechen unter Verschluss und stehlen sich aus der Verantwortung.

4. Unsere Kirche zeigt eine wertschätzende Haltung und Anerkennung gegenüber selbstbestimmter achtsamer Sexualität und Partnerschaft.

Denn die offiziell gelehrte Sexualmoral ist lebensfremd und diskriminierend. Sie orientiert sich nicht am christlichen Menschenbild und wird von der Mehrheit der Gläubigen nicht mehr ernst genommen.

5. In unserer Kirche ist die zölibatäre Lebensform keine Voraussetzung für die Ausübung eines Weiheamtes.

Denn die Zölibatsverpflichtung hindert Menschen daran, ihrer Berufung zu folgen. Wer diese Pflicht nicht einhalten kann, lebt oft hinter Scheinfassaden und wird in existentielle Krisen gestürzt. 

6. Unsere Kirche wirtschaftet nach christlichen Prinzipien. Sie ist Verwalterin des ihr anvertrauten Vermögens; es gehört ihr nicht.

Denn Prunk, dubiose Finanztransaktionen und persönliche Bereicherung kirchlicher Entscheidungsträger haben das Vertrauen in die Kirche tiefgreifend erschüttert und schwinden lassen.

7. Unser Auftrag ist die Botschaft Jesu Christi. Wir handeln danach und stellen uns dem gesellschaftlichen Diskurs.

Denn die Kirchenleitung hat ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Sie schafft es nicht, sich überzeugend Gehör zu verschaffen und sich im Sinne des Evangeliums für eine gerechte Welt einzusetzen.

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Kommentare (5)

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Liebe Mitchristen,
ich und weitere Frauen engagieren uns für Maria 2.0, weil uns unsere Glauben und unsere Kirche am herzen liegen und mich interessiert, wieviel Frauen und Männer dafür sind, dass sich in der Amtskirche etwas bewegt in Richtung...

Liebe Mitchristen,
ich und weitere Frauen engagieren uns für Maria 2.0, weil uns unsere Glauben und unsere Kirche am herzen liegen und mich interessiert, wieviel Frauen und Männer dafür sind, dass sich in der Amtskirche etwas bewegt in Richtung Toleranz, Gerechtigkeit und Gleichstellung.
Daher bitte ich Sie alle, schreiben Sie IHREN Kommentar, damit wir wissen, wofür wir uns einsetzen sollen. Herzliche Grüße Annette Seiffert

Annette Seiffert
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Um Menschen in der Kirche zu halten, muss sich meines Erachtens dringend etwas ändern. Die vorhandenen Strukturen bedürfen dringend einer Reform. DIe Kirche sollte meines Erachtens für die Menschen da sein und auch in deren Sinn christlich...

Um Menschen in der Kirche zu halten, muss sich meines Erachtens dringend etwas ändern. Die vorhandenen Strukturen bedürfen dringend einer Reform. DIe Kirche sollte meines Erachtens für die Menschen da sein und auch in deren Sinn christlich arbeiten. Dialog sollte doch eine christliche Grundtugend sein.

Eixenberger Christian
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Es muß sich dringend was ändern in der katholischen Kirche, sonst heißt es bald: Hallo? Ist da jemand?
Frauen sind Kirche.
Männer und Frauen sind gleich an Wert und Würde!!

Maria Hammer
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Zu den 7 Thesen gibt es viel zu sagen (sie sind also wirklich diskussionswürdig...). Die These 7 finde ich sehr "übermütig": "Wir handeln danach..." Als ob wir nicht alle zurückblieben hinter der Botschaft.
Und dann die Pauschalisierung: "die...

Zu den 7 Thesen gibt es viel zu sagen (sie sind also wirklich diskussionswürdig...). Die These 7 finde ich sehr "übermütig": "Wir handeln danach..." Als ob wir nicht alle zurückblieben hinter der Botschaft.
Und dann die Pauschalisierung: "die Kirchenleitung" - wer? oder wer nicht? Auch ist "Gehör verschaffen" heute nicht so leicht; es gibt viel Gutes, das nicht so gesehen und gehört werden will.

Nikolaus Grüner
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Zu These 2: Ich glaube nicht, dass alle Kleriker Machtmissbrauch verüben. Es ist selten gut zu verallgemeinern. Und wenn Frauen Priesterinnen werden, gehören sie auch dazu.
Zu These 3: Missbrauch muss unbedingt aufgeklärt werden. Aber zu sagen,...

Zu These 2: Ich glaube nicht, dass alle Kleriker Machtmissbrauch verüben. Es ist selten gut zu verallgemeinern. Und wenn Frauen Priesterinnen werden, gehören sie auch dazu.
Zu These 3: Missbrauch muss unbedingt aufgeklärt werden. Aber zu sagen, dass die katholische Kirche
ein Tatort sexueller Gewalt sei, das finde ich übertrieben. Es gehen 3,4 Prozent der Gewalttaten auf die Kirche. Es sind 3,4 Prozent zuviel , das steht fest.
Sehen wir auch die positiven Seiten unserer Kirche.

Viele Priester wollen einen Umbruch und ich denke,es gibt auch Neuerungen. Es ist ähnlich wie in den 1960ern nach dem 2. Konzil. Damals hat sich manches zum Besseren geändert. Aber manches dauert. Es gibt halt nicht nur die deutschen Katholiken sondern die ganze Welt. Die Kirche kommt mir vor wie ein riesiges Schiff, das sich langsam aber stetig bewegt, sie ist kein schnelles Motorboot, in das auch nur wenige hineinpassen.

Rosmarie Schatz
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